Kitesurfer im flachen Stehrevier an der Ostsee bei gutem Wind

Kitesurfen & Wingfoilen an der Ostsee: der ehrliche Guide

Die Ostsee ist Deutschlands Zuhause für Kitesurfer und Wingfoiler: gezeitenfreies Wasser, großflächige Stehreviere und eine Saison von April bis Oktober. Hier liest du, welche Reviere sich lohnen, wann der Wind am zuverlässigsten weht und was Kurse kosten — ehrlich eingeordnet aus der Sicht von Coaches mit über 5.000 geschulten Kursteilnehmern.

5.000+ Kursteilnehmer seit 2018
6 Stehwasser-Spots auf Fehmarn
VDS lizenzierte Schule
5,0 159 Google-Reviews
Kapitel 1

Warum die Ostsee zum Kiten und Wingfoilen?

Die Ostsee ist für Kitesurfer und Wingfoiler das dankbarste Revier Deutschlands: praktisch keine Gezeiten, viele großflächige Stehreviere und eine Saison von April bis Oktober. Der Wasserstand bleibt verlässlich, dein Stehrevier verschwindet nicht zweimal am Tag — Kurszeiten richten sich allein nach dem Wind, nicht nach dem Tidenkalender.

Kitesurfschüler mit Coach im Wasser, im Hintergrund weitere Kites im Stehrevier
Volles Stehrevier: viele Kites, ein Coach direkt neben dir im Wasser.

Der wichtigste Grund heißt Stehtiefe. Kitesurfen und Wingfoilen lernst du durch Wiederholung: Kite oder Wing sortieren, Board anziehen, Startversuch, hinfallen, neu ansetzen. Im hüfttiefen Wasser stellst du dich nach jedem Versuch einfach hin und machst sofort weiter — in tiefem Wasser kostet dieselbe Schleife ein Vielfaches an Zeit und Kraft. Über einen zweitägigen Kurs summiert sich dieser Unterschied auf Stunden echter Übungszeit. Genau solche großflächigen Stehreviere liefert die Ostsee wie keine andere deutsche Küste: an Boddengewässern, in flachen Buchten und an Meerengen wie dem Fehmarnsund.

Der zweite Grund ist die Gezeitenfreiheit. Anders als am tidegeprägten Wattenmeer der Nordsee bleibt der Wasserstand an der Ostsee nahezu konstant — dein Revier sieht um 9 Uhr genauso aus wie um 17 Uhr. Für die Kursplanung heißt das: Nur der Wind muss passen, nicht zusätzlich noch das Tidenfenster. Den direkten Vergleich der beiden Küsten mit Tabelle findest du in unserem Ratgeber Ostsee oder Nordsee — der Revier-Vergleich; hier nur so viel: Zum Lernen und für planbare Sessions spricht fast alles für die Ostsee, für Welle und Starkwind hat die Nordsee echte Argumente.

Stärken der Ostsee

  • Praktisch keine Gezeiten — Wasserstand und Stehrevier bleiben verlässlich
  • Viele großflächige Stehreviere: Bodden, Sunde, flache Buchten
  • Lange Saison von April bis Oktober
  • Kurze Anreise aus Hamburg, Berlin und dem Ruhrgebiet
  • Glattes Wasser — ideal für Wasserstart, erste Meter und erste Foil-Flüge

Schwächen der Ostsee

  • In stabilen Hochdrucklagen im Hochsommer kann der Wind tageweise einschlafen
  • Von November bis März unter 10 Grad Wassertemperatur — faktisch Winterpause
  • Wind im Schnitt moderater als an der Nordsee — Starkwind-Fans reisen weiter
  • Beliebte Reviere sind im Juli und August gut gefüllt

Ehrlich eingeordnet bleibt die Bilanz trotzdem eindeutig: Für die ersten 10 bis 20 Stunden auf dem Wasser — egal ob mit Kite oder Wing — gibt es in Deutschland kein besseres Gesamtpaket als ein Ostsee-Stehrevier.

Kapitel 2

Die Ostsee-Reviere im Vergleich

Die wichtigsten Ostsee-Regionen zum Kiten und Wingfoilen sind Fehmarn, die Boddengewässer rund um Rügen, der Saaler Bodden, Heiligenhafen und Pelzerhaken. Alle 5 bieten Stehbereiche und gezeitenfreies Wasser — sie unterscheiden sich vor allem bei Windsicherheit, Platz und Anreise. Welches Revier passt, hängt davon ab, woher du kommst und was du vorhast.

Fehmarnsundbrücke über der Ostsee bei Fehmarn
Der Fehmarnsund: Düseneffekt für den Wind, Brücke für die Anreise.

Von West nach Ost gelesen: In der Lübecker Bucht liegt mit Pelzerhaken ein klassisches Einsteiger-Revier, weiter nordöstlich folgen Heiligenhafen und die Insel Fehmarn, und in Mecklenburg-Vorpommern warten die Boddenlandschaften — der Saaler Bodden hinter Fischland-Darß und die Lagunen rund um Rügen. Die Tabelle ordnet die 5 Regionen ehrlich ein:

Region Reviertyp Stärken Gut zu wissen
Fehmarn Insel mit Sund-, Bucht- und Strand-Spots Für praktisch jede Windrichtung ein Stehrevier; Düseneffekt am Fehmarnsund; sehr windsicher Im Sommer gut besucht; Fahrwassertonnen am Sund sind Tabu-Zone
Rügen & Bodden Flache, fast geschlossene Lagunen Riesige spiegelglatte Stehflächen — hervorragend für erste Meter und Flachwasser-Training Kiten nur in ausgewiesenen Zonen (Naturschutz); im Juli und August entsprechend voll
Saaler Bodden Boddenrevier hinter Fischland-Darß Großes, ruhiges Stehrevier mit glattem Wasser; entspannter Lern-Charakter Je nach Windrichtung Abdeckung vom Land; Kitezonen beachten
Heiligenhafen Strand- und Nehrungs-Spots am Festland Anreise ohne Brücke; solide Infrastruktur; direkt gegenüber von Fehmarn Weniger zusammenhängende Stehfläche als in den Boddenrevieren
Pelzerhaken Weitläufiger Strand-Spot in der Lübecker Bucht Klassiker für Anfängerkurse; flach abfallender Sandstrand; kurze Anreise aus Hamburg Bei auflandigem Wind kleine Welle am Einstieg; Stehbereich schmaler als am Bodden

Tabelle lässt sich seitlich wischen.

Transparenz an dieser Stelle: Unser Zuhause ist Fehmarn, wir sind also Partei. Die Sachargumente kannst du trotzdem nachprüfen — die Insel liegt frei in der Ostsee, der Wind trifft aus jeder Richtung auf ein passendes Ufer, und dadurch gibt es für praktisch jede Windrichtung ein Stehrevier. Allein unsere mobile Schule nutzt davon 6 Stück. Dazu kommt der Düseneffekt des Fehmarnsunds, der den Wind zwischen Insel und Festland beschleunigt und konstanter macht.

Genauso ehrlich: Wer aus Berlin oder Dresden kommt, ist an den Bodden schneller — und zum reinen Flachwasser-Üben sind die großen Lagunen rund um Rügen jedem anderen deutschen Revier mindestens ebenbürtig. Ein schlechtes Ostsee-Revier ist keine der 5 Regionen; die Unterschiede liegen in Windausbeute, Platzangebot und Anreisezeit.

Für die Spot-Wahl vor Ort gilt an der ganzen Küste dieselbe Systematik. Prüfe zuerst die Windrichtung: Auflandiger oder seitlich einfallender Wind ist für Anfänger sicher, bei ablandigem Wind treibt es dich vom Ufer weg — dann wechselt eine gute Schule den Spot oder sagt ehrlich ab. Prüfe danach die Zonen: Viele Ostsee-Reviere haben ausgewiesene Kite- und Badebereiche, an Naturschutzflächen gelten saisonale Sperrungen, und Fahrrinnen wie am Fehmarnsund sind tabu. Und prüfe zuletzt den Platz: 50 Kites auf engem Raum sind für die ersten Versuche kein gutes Umfeld — ein Argument für mobile Schulung, die einfach dorthin fährt, wo Wind und Platz gerade am besten zusammenkommen.

Kapitel 3

Wind, Saison und Wassertemperatur

Die Ostsee-Saison läuft von April bis Oktober. Am zuverlässigsten weht der Wind im Mai, Juni und September; Juli und August sind windschwächer, dafür erreicht das Wasser 17 bis 20 Grad. Ein 5/4-Millimeter-Neoprenanzug gehört die ganze Saison dazu — in guten Kursen wird er gestellt.

Das Windsystem der Ostsee lebt von zwei Quellen. Erstens von den West- und Südwestlagen, die übers Jahr verteilt den Großteil der kitebaren Tage liefern. Zweitens von thermischen Winden: An sonnigen Sommertagen heizt sich das Land auf, und am Nachmittag setzt ein zuverlässiges Seewind-System ein — oft genau dann, wenn der Vormittag noch flau aussah. An windexponierten Lagen wie Fehmarn kommen so Bedingungen von 12 bis 25 Knoten an durchschnittlich über 200 Tagen im Jahr zusammen; die Insel zählt damit zu den windsichersten Revieren Deutschlands.

Im Saisonverlauf heißt das: April und Mai bringen zuverlässigen Wind bei noch kaltem Wasser — mit gutem Neopren völlig machbar. Juni ist für viele der Sweet Spot aus Windausbeute und Temperatur. Juli und August sind die wärmsten und vollsten Monate; stabile Hochdrucklagen können den Wind hier tageweise komplett einschlafen lassen, dafür rettet die Nachmittagsthermik viele Sessions. September und Oktober liefern noch einmal kräftigen, konstanten Herbstwind bei anfangs noch angenehmen Wassertemperaturen.

Als Faustregel für deine Planung: Ab etwa 12 Knoten ist Kite-Schulung mit großen Schirmen gut möglich, ab 14 Knoten wird auch das Wingfoilen für Einsteiger entspannt, und oberhalb von 25 Knoten ist für die ersten Stunden Schluss — dann ist Zuschauen die bessere Session. Gute Schulen entscheiden das tagesaktuell am Spot und verschieben bei Grenzbedingungen ehrlich, statt dich um jeden Preis aufs Wasser zu schicken.

Zur Neopren-Realität gehört Ehrlichkeit: Die Ostsee kommt selbst im Hochsommer selten über 20 Grad. Ein 5/4-Millimeter-Anzug ist deshalb von April bis Oktober Standard — klingt nach viel, ist in Bewegung aber gut auszuhalten und wird in seriösen Kursen inklusive gestellt. Von November bis März liegt das Wasser unter 10 Grad; wer im Winter lernen will, ist in warmen Revieren wie Ägypten schlicht besser aufgehoben. Das sagen wir als Ostsee-Schule ganz offen.

Kapitel 4

Kitesurfen lernen an der Ostsee: Kurse und Preise

Ein zweitägiger Anfängerkurs an der Ostsee kostet typischerweise 300 bis 600 Euro. Entscheidend ist weniger der Preis als die Betreuung: 2 Schüler pro Coach bedeuten doppelt so viel Wasserzeit wie eine 4er-Gruppe. Achte außerdem auf Schulung im Stehrevier, gestelltes Material und eine faire Regelung für Flautentage.

Der Standard-Einstieg ist ein Grundkurs über 2 Tage, in dem du vom Kite-Aufbau über die Sicherheitssysteme und das Bodydraggen bis zu den ersten Wasserstart-Versuchen kommst. Die Stundenzahl variiert je nach Anbieter — vergleiche deshalb nicht Kurstage, sondern Coach-Stunden pro Schüler. Woran du eine gute Schule sonst noch erkennst (Gruppengröße, Revierwahl, Materialalter, Flaute-Regelung), haben wir in der Kriterien-Checkliste für ein gutes Lernrevier ausführlich aufgeschrieben.

Zur Einordnung der Kurslogik: Rechne beim Einstieg mit rund 6 Coach-Stunden auf 2 Tage verteilt — mehr nimmt am Anfang kaum jemand auf, weil Konzentration und Unterarme real limitieren. Danach geht es typischerweise mit einem Aufsteigertag oder betreutem Kiten weiter, bis der Wasserstart sicher sitzt und du eigenständig Höhe läufst.

Bei Kitemonkey rechnen wir die Preislogik offen vor: Ein Coach kostet 99 Euro pro Stunde. Im Anfängerkurs zu zweit — 2 Tage mit je 3 Stunden, also 6 Coach-Stunden — teilst du dir das mit deinem Kurspartner und zahlst 297 Euro pro Person; solo sind es 594 Euro mit Coach exklusiv für dich. Ein eintägiger Aufsteiger- oder Auffrischungskurs liegt bei 148,50 Euro pro Person zu zweit. Dass dieses Konzept funktioniert, lässt sich messen: 95 Prozent unserer über 5.000 Kursteilnehmer stehen am zweiten Kurstag auf dem Board.

Alle Kurs-Details, Termine und die Buchung findest du auf unserer Seite Kitesurfkurse an der Ostsee. Ein ehrlicher Hinweis noch zum Vergleichen: Ein günstiger Kurs mit 4 bis 6 Leuten pro Lehrer ist am Ende oft der teuerste — du bezahlst weniger, bekommst aber pro Stunde nur einen Bruchteil der Übungszeit.

Kapitel 5

Wingfoilen an der Ostsee

Die Ostsee ist ein ideales Wingfoil-Revier: Flaches Stehwasser verzeiht Fehler, und Einsteiger kommen schon mit 14 bis 20 Knoten Wind auf ihre Kosten. Ein zweitägiger Wing-Einsteigerkurs kostet bei uns 297 Euro pro Person zu zweit — am zweiten Tag geht es ans Foil.

Wingfoiler gleitet über flaches Ostseewasser
Wingfoilen im flachen, geschützten Ostseewasser — Einstieg im Stehrevier.

Was fürs Kitesurfen gilt, gilt fürs Wingfoilen doppelt: Stehtiefe ist Gold wert. Beim Handling von Wing und Board, beim Aufsteigen und bei den ersten Foil-Versuchen willst du jederzeit einfach absteigen und neu ansetzen können — im glatten, hüfttiefen Ostseewasser geht das ohne Schwimmerei. Dazu kommt die ruhige Wasseroberfläche: Ein Foil reagiert empfindlich auf Kabbelwasser, auf spiegelglattem Bodden- oder Sundwasser fliegt es dagegen deutlich stabiler und verzeiht kleine Gewichtsfehler. Kein Zufall also, dass die Wingfoil-Szene an der Ostsee in den letzten Jahren so gewachsen ist — die Bedingungen passen schlicht zum Sport.

Beim Wind spielt die Ostsee ihr Spektrum aus: Wingfoilen funktioniert grob zwischen 12 und 25 Knoten, der Sweet Spot für Einsteiger liegt bei 14 bis 20 Knoten — genau das Fenster, das die Ostsee in der Saison am häufigsten liefert. Der Einstieg ist zweistufig: In einem Schnupperkurs (bei uns 2 Stunden, 198 Euro gesamt für 1 bis 3 Personen) lernst du Wing-Handling und erste Fahrten auf dem Board ohne Foil; im zweitägigen Einsteigerkurs kommt am zweiten Tag das Foil unters Board. Über Funkhelme coachen wir dich dabei live auf dem Wasser — der Funk ist immer inklusive, sobald gefoilt wird.

Ehrlich dazu: Auch an der Ostsee gibt es Flautentage. Bei uns greift dann die Foil-Garantie — reicht der Wind nicht, steigst du auf das E-Foil mit gleichem Board und Setup um und foilst trotzdem. Voraussetzungen für den Kurs sind sichere Schwimmkenntnisse, ein Mindestalter von 11 Jahren und mindestens 40 Kilogramm Körpergewicht. Alle Details und Termine stehen auf unserer Seite Wingfoil-Kurse auf Fehmarn.

Kapitel 6

E-Foil: aufs Wasser ohne Wind

E-Foilen funktioniert ganz ohne Wind — ein Elektromotor treibt das Foilboard an. An der Ostsee ist das die Antwort auf Flautentage: Eine Einzelstunde mit Coach kostet 119 Euro inklusive komplettem Material, Neoprenanzug, Prallschutzweste und Funkhelm.

E-Foil-Fahrer gleitet lautlos über ruhiges Wasser
E-Foil: elektrisch, lautlos und komplett unabhängig vom Wind.

Das E-Foil ist die windunabhängige Art, über die Ostsee zu fliegen: Du liegst zuerst auf dem Board, steuerst die Geschwindigkeit per Fernbedienung und arbeitest dich übers Knien bis in den Stand — bis das Foil das Board aus dem Wasser hebt und du lautlos über die Oberfläche schwebst. Gerade das ruhige, flache Ostseewasser macht den Einstieg leicht, und dein Coach bleibt über den Funkhelm die ganze Zeit direkt an deinem Ohr.

Für Kiter und Wingfoiler ist das E-Foil außerdem ein sinnvolles Foil-Training: Das Gefühl für Flughöhe und Gewichtsverlagerung überträgt sich direkt aufs Wingfoilen — deshalb setzen wir es auch in der Foil-Garantie unserer Wing-Kurse ein. Neben der Einzelstunde für 119 Euro gibt es einen E-Foil-Einsteigerkurs für 238 Euro; Mietboards geben wir aus Sicherheitsgründen erst nach einem absolvierten Kurs heraus — der Kurs schaltet die Miete frei. Alles Weitere findest du auf unserer Seite E-Foil auf Fehmarn.

Kapitel 7

Anreise und Praktisches

Die Ostsee ist aus ganz Deutschland gut erreichbar: Fehmarn liegt gut anderthalb Autostunden von Hamburg entfernt und ist über eine Brücke ans Festland angebunden; von Berlin aus sind die Boddenreviere die nächste Wahl. An vielen Spots kannst du direkt am Wasser campen — Bulli, Zelt oder Ferienwohnung in Spot-Nähe.

Kitemonkey-Station am Campingplatz Miramar an der Fehmarnsundbrücke
Camping direkt am Spot: Station am Miramar, 20 Meter zum Wasser.

Für die Kursplanung heißt das: Ein Wochenende reicht. Die holsteinische Ostseeküste mit Pelzerhaken, Heiligenhafen und Fehmarn erreichst du aus Hamburg in kurzer Fahrzeit; aus Berlin und dem Osten liegen der Saaler Bodden und Rügen näher. Wer freitags anreist, kann einen kompletten 2-Tages-Kurs ins Wochenende legen und ist sonntagabends zurück — an einer gezeitenfreien Küste funkt kein Tidenfenster in diese Rechnung.

Übernachten mit kurzen Wegen gehört an der Ostsee dazu: Viele Spots haben Campingplätze direkt am Revier. Bei uns auf Fehmarn liegt die Station am Campingplatz Miramar an der Fehmarnsundbrücke, mit Surferwiese für Bulli, Zelt und Wohnwagen direkt neben der Schule — du stehst 20 Meter vom Wasser entfernt. Das drückt die Gesamtkosten spürbar: Kurs plus Campingwochenende bleibt meist unter dem Preis, den allein der Flug in ein Warmwasser-Revier kosten würde.

Was du mitbringen musst, ist überschaubar:

  • Badesachen und Handtuch: Neoprenanzug, Trapez und komplettes Material werden in guten Kursen gestellt — bei uns inklusive.
  • Sonnenschutz: Wind kaschiert die Sonne; wasserfeste Creme gehört auch an kühlen Tagen ins Gepäck.
  • Schwimmkenntnisse: Grundvoraussetzung für jeden Kurs auf dem Wasser.
  • Zeitpuffer: Wind ist Natur. Plane bei einem Kurs möglichst einen Reservetag ein — seriöse Schulen verschieben bei Flaute ehrlich, statt Theorie abzusitzen.

Die Saison läuft an der Ostsee vom 1. April bis zum 31. Oktober — innerhalb dieses Fensters sind Kurse täglich möglich, sofern der Wind mitspielt.

Kapitel 8 — in eigener Sache

So lernst du bei Kitemonkey auf Fehmarn

Wenn dich dieser Guide an die Ostsee führt, ist Fehmarn unser Revier — deshalb hier transparent, wie wir schulen und warum unser Konzept genau auf die Stärken der Ostsee gebaut ist.

Kitemonkey ist eine mobile Kite- und Wingfoilschule: Wir sind an keinen Hausstrand gebunden, sondern fahren jeden Kurstag den Spot der Insel an, der bei der aktuellen Windrichtung die besten Bedingungen bietet. Dafür stehen uns 6 Stehwasser-Spots zur Verfügung — Gold, Gold 2, Gollendorf, Lemkenhafen, Grüner Brink und Altenteil. Anfänger schulen wir ausschließlich im Stehrevier, mit maximal 2 Schülern pro Coach.

Das Ergebnis lässt sich messen: 95 Prozent unserer über 5.000 Kursteilnehmer stehen am zweiten Kurstag auf dem Board. Der Anfängerkurs dauert 2 Tage mit je 3 Stunden und kostet 297 Euro pro Person in der 2er-Gruppe; die Einzelstunde liegt bei 99 Euro. Bei Flaute sitzt du keine Theoriestunden ab — wir verschieben ehrlich oder du bekommst dein Geld zurück.

Drumherum stimmt die Logistik: Unsere Station liegt am Campingplatz Miramar an der Fehmarnsundbrücke, du kannst also mit Bulli oder Zelt direkt am Spot übernachten. Alle Details zu Spots, Ablauf und Material findest du auf unserer Seite Kitesurfen lernen auf Fehmarn.

Kitemonkey Coaches im Stehrevier Gollendorf auf Fehmarn

Kitemonkey in Zahlen

  • Seit 2018 auf Fehmarn, VDS-lizenzierte Schule
  • 6 Stehwasser-Spots — mobile Schule, wir fahren zum windbesten Spot
  • Max. 2:1 — zwei Schüler pro Coach
  • 95 % von über 5.000 Kursteilnehmern stehen am 2. Tag
  • 5,0 Sterne aus 159 Google-Bewertungen
  • Camping direkt am Spot (Campingplatz Miramar)
Mehr über unsere Spots und das Schulungskonzept
Häufige Fragen

Kitesurfen an der Ostsee — kurz beantwortet

Wo kann man an der Ostsee kitesurfen?

Die bekanntesten Regionen sind Fehmarn, die Boddengewässer rund um Rügen, der Saaler Bodden hinter Fischland-Darß, Heiligenhafen und Pelzerhaken in der Lübecker Bucht. Alle bieten Stehbereiche und gezeitenfreies Wasser; sie unterscheiden sich vor allem bei Windausbeute, Platz und Anreise. Fehmarn hat als Insel den Vorteil, dass der Wind aus jeder Richtung auf ein passendes Ufer trifft — es gibt dort für praktisch jede Windrichtung ein Stehrevier.

Ist die Ostsee gut zum Kitesurfen lernen?

Ja — für Anfänger ist die Ostsee das dankbarste Revier Deutschlands: praktisch keine Gezeiten, viele großflächig stehtiefe Reviere und glattes Wasser. Der Wind ist im Schnitt moderater als an der Nordsee, was in den ersten 10 bis 20 Wasserstunden eher hilft als stört. Die Saison läuft von April bis Oktober, und die Anreise ist aus den meisten Regionen Deutschlands kurz.

Gibt es an der Ostsee Stehreviere?

Ja, viele — und genau das ist der größte Trumpf der Ostsee. Stehreviere findest du an Boddengewässern wie rund um Rügen oder am Saaler Bodden, in flachen Buchten und an Sunden wie dem Fehmarnsund. Weil die Ostsee praktisch keine Gezeiten hat, bleibt der Wasserstand verlässlich — dein Stehbereich verschwindet nicht zweimal am Tag wie im Wattenmeer der Nordsee.

Hat die Ostsee Gezeiten?

Praktisch nicht. Der Tidenhub an der deutschen Ostseeküste ist so gering, dass er beim Kitesurfen und Wingfoilen keine Rolle spielt — der Wasserstand bleibt verlässlich, dein Stehrevier ist immer da. Das ist der zentrale Unterschied zur Nordsee, wo viele Spots nur wenige Stunden rund ums Hochwasser nutzbar sind. Kurszeiten richten sich an der Ostsee allein nach dem Wind.

Wann ist die beste Zeit zum Kitesurfen an der Ostsee?

Die Saison läuft von April bis Oktober. Am stabilsten weht der Wind erfahrungsgemäß im Mai, Juni und September — oft mit thermischer Unterstützung am Nachmittag. Juli und August sind windschwächer, dafür ist das Wasser mit 17 bis 20 Grad am wärmsten und die Spots sind voller. Von November bis März liegt die Wassertemperatur unter 10 Grad — dann ist faktisch Winterpause.

Wie kalt ist die Ostsee — brauche ich Neopren?

Ja, die ganze Saison über. Die Ostsee kommt selbst im Hochsommer selten über 20 Grad, deshalb ist ein 5/4-Millimeter-Neoprenanzug von April bis Oktober Standard. In seriösen Kursen wird der Anzug gestellt, du brauchst also nichts zu kaufen. Kalt erwischt es dich damit nicht: In Bewegung ist der Anzug die ganze Saison über gut auszuhalten.

Was kostet ein Kitesurfkurs an der Ostsee?

Zweitägige Anfängerkurse kosten an der Ostsee typischerweise 300 bis 600 Euro. Bei Kitemonkey rechnen wir transparent: Ein Coach kostet 99 Euro pro Stunde — im Anfängerkurs zu zweit (2 Tage, 6 Coach-Stunden) zahlst du 297 Euro pro Person, solo 594 Euro. Vergleiche beim Preis immer die Betreuung: Zwei Schüler pro Coach bedeuten deutlich mehr Wasserzeit als eine Gruppe mit 4 bis 6 Leuten pro Lehrer.

Kann man an der Ostsee Wingfoilen lernen?

Ja, sehr gut sogar: Flaches, glattes Stehwasser ist fürs Wingfoilen genauso wertvoll wie fürs Kitesurfen, und die Ostsee liefert es großflächig. Einsteiger lernen am entspanntesten bei 14 bis 20 Knoten Wind — genau das Fenster, das die Ostsee in der Saison am häufigsten bietet. Ein zweitägiger Wing-Einsteigerkurs kostet bei uns 297 Euro pro Person zu zweit; am zweiten Tag geht es ans Foil, bei zu wenig Wind mit E-Foil-Unterstützung.

Kann man an der Ostsee E-Foil fahren?

Ja — und zwar unabhängig vom Wind, denn das E-Foil hat einen Elektromotor. Gerade an Flautentagen ist das die beste Option, trotzdem aufs Wasser zu kommen. Eine Einzelstunde mit Coach kostet bei uns 119 Euro inklusive komplettem Material, Neoprenanzug, Prallschutzweste und Funkhelm. Mietboards gibt es aus Sicherheitsgründen erst nach einem absolvierten Kurs.

Theo Morich — Gründer und Head Coach von Kitemonkey

Verfasst von Theo Morich · Gründer & Head Coach der VDS-lizenzierten Schule Kitemonkey · schult seit 2018 Kite-Anfänger an der Ostsee — über 5.000 Kursteilnehmer, Reviererfahrung von Fehmarn bis ans Rote Meer.

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